Die Ackergifte müssen verschwinden!

Die Kampagne »Ackergifte? Nein danke!« will erreichen, dass der Einsatz sämtlicher synthetischen Ackergifte verboten wird.

Ackergifte sind chemische Tötungsmittel, die gegen Pflanzen (Herbizide), Pilze (Fungizide), Insekten (Insektizide) und Mikroorganismen (Pestizide) auf den Äckern ausgebracht werden. Darunter sind hochgiftige Wirkstoffe, die nicht nur Bienen töten und Menschen gesundheitlich schädigen. Sie vernichten auch viele andere Insekten und Wassertiere, schädigen das Bodenleben und belasten das Trinkwasser wie die auf dem Acker angebauten Lebensmittel. Der Einsatz von Ackergiften in der Agrarindustrie hat unter anderem dazu geführt,

  • dass jeder zweite Feldvogel ausgestorben ist,
  • dass die Hälfte der Arten in den Ackergewässern verlorengegangen ist,
  • dass seit den 1980er Jahren 80 Prozent der Insekten verschwunden sind
  • dass auf vielen Ackerflächen kein Humus mehr entsteht
  • dass durch Wasser- und Winderosion kostbarer Boden verlorengeht
  • dass die Landschaft, die vor der Erfindung der industriellen Landwirtschaft ein unendlich verflochtenes Lebensgewebe war, das den Menschen einschloss, zur Open-Air-Fabrik für Kohlenhydrate, die den Menschen und alles unerwünschte Leben ausschließt, verkommen ist

Menschen erleiden gesundheitliche Beschwerden, die jedoch bisher nur in besonders schweren Einzelfällen als Folgen von Vergiftungen mit Spritzmitteln anerkannt wurden.

Neuerdings werden Pflanzen gezüchtet, die ihre Gifte schon selbst mitbringen: Gentechnik macht’s möglich. Diese Giftpflanzen haben auf unseren Kulturböden ebenfalls nichts zu suchen!

Um diesem wichtigen Anliegen Kraft zu verleihen, haben wir im Frühjahr 2014 das Logo »Ackergifte? Nein danke!« mit der Biene entwickelt. Wir wollen, dass es zum Zeichen einer Bewegung wird, die am Ende in die Einführung einer wahrhaft enkeltauglichen Landwirtschaft – die dann vielleicht Landfürsorge heißen möge – mündet. Was als Kampagne der kleinen Bürgerinitiative Landwende begonnen hat, gewinnt inzwischen stark an Fahrt: Mit der Initiierung des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft am 28. November 2017 – einen Tag, nachdem der damalige Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die EU-Zulassung von Glyphosat für weitere fünf Jahre ermöglicht hatte – haben das Logo und die Kampagne Eingang in die Bio-Branche gefunden: »Ackergifte? Nein danke!« wird nun seit der Gründungsversammlung am 10. Januar 2018 offiziell von namhaften Bio-Unternehmen mitgetragen und verbreitet.

Wünschen Sie sich ebenfalls schon lange eine echte Wende in der Landwirtschaft? Dann machen Sie mit und kontaktieren Sie uns!

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